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This story is part of a brochure in the making by Noor Badshah Yousafzai who himself came to Germany as a refugee. He is a journalist and contributed articles to media outlets such as e.g. the BBC Pashtu and is also an editor for The Pashtun Express. As soon as the brochure is printed, we'll publish it here on our blog. Until then, we want to share the stories with you individually, one by one. The brochure is funded by "Partnerschaften für Demokratie Treptow-Köpenick" through the programme Demokratie Leben!

Noor Twitter Handle @NBYousafzai

Translation English to German: Dr. Jamila Baluch (Lektorat und Übersetzung)

Photo: private

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German version of the article see below.
 

Noor Twitter Handle @NBYousafzai

Photo: private

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16797183 261821767587769 8415021325440000678 oShams Patman was flourishing in the rough, dry mountainous district of Laghman in Afghanistan. He had passed the 12th grade and had done two years further education as a medical technician. In addition to this, Patman had completed basic computer literacy and English language courses in his native town. “I was enjoying life in Afghanistan and I must say it was a great time” Patman said dejectedly. 

At the age of 17, exactly four years ago, Patman was compelled to migrate to Germany as a refugee. The once careless young Afghan now spends his days as a refugee in Berlin. Patman misses his childhood and school friends. He remembers those days as a golden era of his life. “I miss dozens of very good friends in Afghanistan” he admits. He would go to school with them and later in the day they would all go swimming in the chanel and then go on to the gym. Patman lived a very busy life and spent the last few hours of the day training to be a nurse at a clinic. 

Then for certain reasons we do not want to express here, Patman left those cherished streets for the unknown and a tough journey on the way to safer parts of the planet. Living in Afghanistan became unbearable, particularly for modern and liberal people. Although an elected government is in power,  conditions are suffocating and chaotic in Afghanistan. “I started my journey, but wasn’t sure whether I would complete it alive or dead. ” Patman recalls the risky journey.  October 4 of 2014 was his first day on German soil. “It was a totally new world for me”  Respect for the opinions of others, love of humanity, and freedom of expression astonished the young Afghan boy. "I often wondered whether I was dreaming", he laughs. 

The chirping birds on the branches of the trees make the environment very pleasant and romantic in the lush green of Treptower Park with the Spree flowing down one side. Patman is impressed by what the German government gives to its citizens. At first, being a Pashtu speaking  Afghan refugee made communication problematic for Patman, although all the fantastic government services were available to him. But after the long risky journey from Asia to Europe, learning German wasn’t a big issue for Patman.

“I didn’t miss a single language class and even rain and snow didn’t stop me!” Patman smiles proudly. I tried to read as many books as possible to learn to read, write and speak German quickly, he adds. A language course increased his thirst for education. Now Patman doesn’t need a translator anyome but can communicate without any difficulty.

Recently, he passed his B1 level in German and has got admission to B2. After finishing B2, Patman wants to apply for an internship in the medical field. “I would love to work for the welfare of the people and that’s the sole reason of choosing medicine”, he said with great satisfaction.

When asked about a past incident which made him happy, Patman pauses for a few seconds, leans back to bring the story back to mind: "Once I was travelling with a friend near Schöneberg Station and I saw a pretty, young girl who was semi-conscious. I saw her bag and cellphone were laying scattered on the ground. When she saw us her eyes grew big and she dragged her cellphone towards herself and was frightened someone might snatch it. But I showed her my phone, smiled and gently asked if I could help her. Then she understood we were no thieves. She opened her cellphone, diaed l her mother's number and asked me give her the address. I talked to her mother and waited till she arrived. When she came, the sick girl thanked us with dry lips and half closed eyes. She looked at us before leaving and smiled a bit embarassed because she took us for thieves at first sight."

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Deutsche Übersetzung der Geschichte

Die lange Reise eines afghanischen Geflüchteten

Diese Geschichte ist Teil einer Broschüre im Entstehen des Journalisten Noor Badshah Yousafzai, der selbst nach Deutschland geflohen ist. Er arbeitet für verschiedene Medien, darunter BBC Pashtu und The Pashtun Express. Sobald die Broschüre gedruckt ist, veröffentlichen wir sie hier auf unserem Blog. Bis dahin teilen wir die einzelnen Geschichten als individuelle Artikel. Die Broschüre wird ermöglicht über die "Partnerschaften für Demokratie Treptow-Köpenick" über das Programm Demokratie leben!

Noors Twitter Handle @NBYousafzai

Foto: Privat

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Shams Patman verbrachte ein blühendes Leben in der trockenen, bergreichen Region Laghman, Afghanistan. Er hatte die 12. Klasse beendet und zwei weitere Ausbildungsjahre als Medizinischer Assistent hinter sich gebracht. Darüber hinaus konnte hat Patman in seiner Heimatstatt einen Grundkurs in Informatik und Englischkurse absolvieren. „Ich genoss mein Leben in Afghanistan und ich muss sagen, es war eine großartige Zeit“, sagt der junge Afghane niedergeschlagen.

Im Alter von 17 Jahren, genau vor vier Jahren, sah Patman sich gezwungen, nach Deutschland zu flüchten. Bevor seine Situation die Flucht notwendig machte sorglos, verbringt er heute seine Tage heute als Geflüchteter in Berlin. Patman vermisst seine Kindheit und seine Freunde aus der Schule. Patman erinnert diese Tage als eine goldene Ära seines Lebens: „Ich vermisse dutzende sehr gute Freunde aus Afghanistan.“ Zusammen gingen sie zur Schule, später am Tag oft schwimmen im Kanal oder zum Sport ins Fitnessstudio. Patman war immer gut beschäftigt in seinem alten Leben und verbrachte die letzten Stunden des Tages damit, dafür zu lernen, Krankenpfleger zu werden.

Dann musste er die von ihm so geschätzten Straßen verlassen – aus Gründen, die wir hier nicht weiter ausführen wollen. Er ging ins Unbekannte, auf eine zähe Reise zu sicheren Orten auf dem Planeten. In Afghanistan zu leben, wurde unerträglich, vor allem für modern eingestellte und liberale Menschen. Obgleich eine gewählte Regierung die Macht hatte, waren die Bedingungen einengend und chaotisch in Afghanistan. „Ich begann meinen Weg und wusste nicht, ob ich ihn lebend oder tot abschließen würde“, erinnert Patman die riskante Reise.  Der 4. Oktober 2014 war sein erster Tag auf deutschem Boden. „Es war eine vollkommen neue Welt für mich.“ Der Respekt für die Meinung anderer, die Liebe für Humanität, die Freiheit, sich ausdrücken zu können, erstaunten den afghanischen Jungen. „Ich fragte mich oft, ob ich nicht träume”, lacht er.

Mit dem Gezwitscher der Vögel auf den Ästen der Bäume wirkt der Treptower Park angenehm, gar romantisch, mit der Spree zur einen Seite und dem üppigen grün zur anderen. Patman ist beeindruckt von dem, was die deutsche Regierung ihren Bürger*innen gibt. Obgleich er Zugang zu fantastischen Angeboten hatte, war die Kommunikation für ihn zunächst jedoch schwierig als Pashtu sprachiger Geflüchteter aus Afghanistan. Aber nach der langen riskanten Reise von Asien nach Europa war Deutschlernen für Patman kein großes Problem mehr. „Ich habe keine einzelne Stunde meines Sprachkurses verpasst. Weder Regen noch Schnee konnten mich aufhalten”, lächelt er stolz. „Ich habe versucht, so viele Bücher wie möglich zu lesen, schnell viel Deutsch zu schreiben und zu sprechen, wie ging“, ergänzt Patman. Der Deutschkurs hat seinen Durst nach Bildung nur noch stärker gemacht. Dieser Tage braucht er keine Übersetzung mehr, sondern kann ohne Schwierigkeiten alleine kommunizieren. Vor kurzem bestand Patman sein B1-Level und hat die Zulassung für einen B2-Kurs bekommen. Sobald er den B2 beendet, möchte er sich für ein Praktikum im medizinischen Bereich bewerben. „Ich würde sehr gerne für die Fürsorge von Menschen arbeiten, deshalb Medizin“, erklärt Patman mit großer Genugtuung.

Auf die Frage nach einem Ereignis, das ihn sehr glücklich gemacht, hält er für ein paar Sekunden inne und lehnt sich zurück, um die Geschichte zurück ins Gedächtnis zu holen: „Einmal bin ich mit einem Freund in der Nähe vom S-Bahnhof Schöneweide unterwegs gewesen. Da sah ich ein schönes, junges Mädchen, das nur noch so halb bei Bewusstsein war. Ich sah ihre Tasche und Handy auf dem Boden verteilt. Als sie uns bemerkte, wurden ihre Augen groß und sie nahm ihr Handy zu sich. Sie hatte Angst, jemand würde es ihr wegnehmen. Ich zeigte ihr mein Handy. Dann lächelte sie und fragte leise, ob wir ihr helfen könnten. Sie verstand, dass wir keine Diebe waren, nahm ihr Handy, wählte die Nummer ihrer Mutter und bat uns, ihr die Adresse zu geben. Ich sprach mit der Mutter und wartete, bis sie kam. Als sie da war, bedankte sich das kranke Mädchen bei uns mit trockenen Lippen und halb geöffneten Augen. Sie sah uns an, bevor sie ging und lächelte etwas beschämt, weil sie zuerst dachte, dass wir sie bestehlen wollten.“

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