Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat eine Broschüre zum Thema Empowerment entwickelt. "Perspektivwechsel Empowerment Ein Blick auf Realitäten und Strukturen in der Arbeit mit geflüchteten Frauen" gibt einen Einblick in strukturelle (Un)Sichtbarkeiten und Alltagsrealitäten in Deutschland mit besonderem Augenmerk auf geflüchtete Frauen. Dabei zeigen die Autor_innen der Handreichung die Arbeit verschiedener Initiativen an unterschiedlichen Orten in Deutschland, darunter Al Nadi, ein Nachbarschaftsheim in Schöneberg, und der Migrantinnentreff Gülistan in Bonn.

Berlins Universitäten unterstützen Geflüchtete bei der Vorbereitung eines Studiums und beraten, wie der Bewerbungsprozess um einen Studienplatz aussieht. Hier eine Liste der verschiedenen Angebote. Eine ausführlichere Darstellung erfolgt im Zuge des Wegweisers, an dem wir von InteraXion und das Bezirksamt Treptow-Köpenick gerade arbeiten und der voraussichtlich im Mai erscheinen wird.

Türöffner e.V. unterstützt geflüchtete Menschen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Der Verein vermittelt Praktikums- und Arbeitsplätze und unterstützt sowohl Geflüchtete als auch die Unternehmen bei allen damit verbundenen rechtlichen, organisatorischen und vorbereitenden Angelegenheiten.

Türöffner e.V. ist ein Jobnetzwerk in Treptow-Köpenick und besteht aus derzeit 45 Unternehmen. Seit der Gründung im April 2016 haben sie bereits 19 Praktika und 4 Festanstellungen vermittelt. Unter anderem auch an Suleiman Ibrahim, der nach einem erfolgreichen Praktikum den Vertrag für die Festanstellung unterschrieben hat. Partner des Türöffner e.V. sind der 1. FC Union Berlin, der Internationale Bund Berlin Brandenburg und das Bezirksamt Treptow-Köpenick.

Mehr Infos hier.

 

Menschen aus dem EU-Ausland, die nicht bereits in Deutschland arbeiten oder in der Vergangenheit einer Beschäftigung nachgegangen sind, haben in den ersten fünf Jahren ihren Aufenthaltes keinen Zugang zu Sozialleistungen. Die Zuständigkeit bzw. Zahlung des Kindergeldes erfolgt nach vorherigem

Die neuen Regelungen betreffen Personen aus EU-Staaten, die nicht nach dem Freizügigkeitsgesetz der EU in Deutschland ihren Aufenthalt begründen. Nach dem Freizügigkeitsgesetz kommt jemand aus einem anderen EU-Land nach Deutschland, um dort als Arbeitnehmer_in oder Selbständige_r erwerbstätig zu sein. Das bedeutet: Wer nur für die Arbeitssuche in Deutschland ist, hat keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II, so die Bundesregierung. Nicht allein arbeitssuchend ist man bereits, wenn man einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht. Dies schließt Arbeitsverhältnisse bis 450 € ein. Der Bundesrat hat den Neuregelungen zugestimmt, der Europäische Gerichtshof hat die Leistungsausschlüsse von Unionsbürger_innen als europarechtskonform bestätigt.

Nicht jede Person, die nach Deutschland flieht und eine Aufenthaltserlaubnis bekommt, ist anerkannt als Flüchtling nach der Genfer Konvention. Viele erhalten subsidiären Schutz. Insbesondere Menschen aus Syrien haben zahlreich Klage gegen die Entscheidung des BAMFs eingereicht, wie verschiedene Medien berichten, darunter die Süddeutsche Zeitung und Zeit Online. Wir haben eine Handreichungen zu den wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Status erstellt. Ihr findet sie bei den Dokumenten und hier im Blogpost angehängt.

Ausschnitt des Antragsbogens

Ohne den Wohnberechtigungsschein (WBS) hat mensch in Berlin kaum eine Chance, günstige Wohnungen in Berlin zu finden. Das gilt natürlich auch und gerade für Geflüchtete. Anerkannte Flüchtlinge nach der Genfer Konvention und subsidiär Schutzbedürftige haben grundsätzlich einen Anspruch auf einen WBS, sofern ihre Bleibeperspektive bei Antragstellung noch mindestens 11 Monate beträgt. Soweit, so gut. In der Praxis sieht es momentan etwas anders aus, wie Berlin Hilft berichtet:

"Einzelne Bezirke verweigern rechtswidrig die schnelle Ausstellung eines Wohnberechtigungsscheines (WBS) an anerkannte Geflüchtete. Zuständige Senatsverwaltungen, Senatskanzlei und Ausländerbehörde haben klare Position, die manche Bezirke schlicht ignorieren."

Dokumente und Downloads

Zusätzliche Informationen und Handreichungen finden sich hier.

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